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Montag, 16. Oktober 2017



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Wiederaufleben des SV Erftstolz


Quellen: Festschrift 40 Jahre SV Erftstolz Niederauem, Auszge von Christian Weitz


Nach Ende des Zweiten Weltkrieges trat ein totaler Zusammenbruch in allen Lebensbereichen ein. Auch der Sport befand sich in einem hoffnungslosen Zustand. Einschrnkende Manahmen der Besatzung wie Verbote, Bestimmungen und Verordnungen mancher Art erschwerten in gleichem Mae wie Unmglichkeit der normalen Materialbeschaffung die Wiederaufnahme des allgemeinen Sportbetriebes. Zudem hatten Niederauems neue Gemeindevter den Fuballplatz am Friedhof umpflgen und in Kleingrten aufteilen lassen. Damit entstand der Jugend, die mit Kriegsende sofort wieder am Ball war, ein groes Hindernis. Aber neue Krfte fanden sich fr die Wiederaufnahme des Fuballsports und die RAG. gestattete den Spielbetrieb auf der Sohle des Tagebaues an der Bergheimer Chaussee. Diese zwangslufige Berhrung sportlicher Interessen mit Herren der RAG. brachte enorme Impulse fr das Wiedererstehen des SV Erftstolz und einen breit angelegten und organisierten Sportbetrieb. Wenn jetzt fr die sportliche Belange Schritte unternommen wurden, hatte man dieses mchtige Unternehmen und nicht zuletzt die damals noch begehrten Brikett als Verbndete im Rcken. Es war daher nicht verwunderlich, dass neben den leitenden Herren auch viele Beschftigte ihr Interesse dem Sport bekundeten. Die Sportvereine waren politisch neutral und die meisten wnschten die Politik zum Teufel. Daher fand diese mgliche Basis fr Gemeinsamkeiten strkeres Interesse in der Bevlkerung. Nach anfnglich wilder Spielerei wurden die ersten Freundschaftsspiele mit den Mannschaften der Nachbarorte ausgetragen. In der Absicht, den alten Verein Erftstolz mit den grn-weien Farben wieder aufleben zu lassen versammelten sich alle Interessierten am 27. April 1946. Aus dieser konstituierenden Versammlung ging der Verein mit einem arbeitsfhigen Vorstand an den Wiederaufbau. Unter dem umsichtigen und sehr aktiven 1. Vorsitzenden Betriebs-Ingenieur Karl Scheuermann erlebte der SV Erftstolz einen groartigen Aufschwung. Als erstes galt es einen Sportplatz zu schaffen. Die vielen Freunde und Frderer in der Firma RAG. halfen mit und das Unternehmen stellte ein Gelnde in einer Gre von sieben Morgen ostwrts der Bahnlinie fr diesen Zweck kostenlos zur Verfgung. Zuerst ging es darum, ein Spielfeld zu erstellen, damit der Wettkampfbetrieb in der zweiten Kreisklasse ordentlich abgewickelt werden konnte. Der Verein hatte sich nach seinem Wiedererstehen im Zuge der Neuordnung des gesamten Sportwesens dem Fuballverband Mittelrhein in Kln angeschlossen und wurde dem Kreisverband 6 in Bergheim zugeteilt. Hier hatte Jahrzehnte das Erftstolz - Mitglied Kasper Fnders den Vorsitz.

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Unglaubliche 12.000 Zuschauer 1947 in der Nordkampfbahn Rot Wei Oberhausen spielt gegen 1. FC Schweinfurt 1:2

Nach Fertigstellung des Spielfeldes kam man berein, der Sportanlage den Namen Nordkampfbahn zu geben und die offizielle Grundsteinlegung am 01. September 1946 feierlich zu begehen. In dem Pylon am Eingang zum Sportplatz wurde durch den Bergwerksdirektor Scharf eine Urkunde eingemauert, die die Unterschriften der Herren des Gemeinderates, der Frderer der Firma RAG. und der Mitglieder des SV Erftstolz trgt. Eine zweite Urkunde war den Brgern zum Dank dafr gewidmet, dass sie durch Spenden zum Gelingen dieses Werkes mithalfen und trgt die Unterschriften der Spender. Diese Urkunde mauerte Gemeindebrgermeister Heinrich Orth ein. Bei dieser Veranstaltung waren 3.500 zahlende Zuschauer auf dem Gelnde. Das Erffnungsspiel trugen die Erftstolzen gegen die befreundete Nachbarelf aus Rheidt aus und unterlagen mit 1:3 Toren. Danach spielte der Kreismeister 1945/46, FC Grefrath gegen Alemannia Aachen mit den internationalen Spielern Mnzenberg und Gruber.
Der Verein blieb nun fleiig um die Fertigstellung der Nordkampfbahn bemht. Tglich verbrachten freiwillige Helfer ihre gesamte Freizeit in der Schippkolonne auf dieser Grobaustelle. Insgesamt wurden von 3.939 Arbeitsstunden in gemeinntziger Weise fr diese Anlage geleistet. Die notwendigen Gerte und Baumaschinen stellte dafr Dr. Winkelnkemper vom Tagebau der RAG. kostenlos bereit. Der gesamte Ort war fr den Sport mobilisiert. So ist es zu verstehen, dass bei der Jahreshauptversammlung des Sportvereins am Ostermontag 1947 im Saal Weitz die Mitglieder nicht alle fassen konnte. ber die Saaltreppe hinunter bis zum Hof standen die Interessenten. Gespannt wartete man auf die Bekanntgabe des Sportprogramms fr 1947/48. Insbesondere wurde darber diskutiert, in welchem Rahmen die im Sommer fertig werdende Nordkampfbahn eine festliche Weihe erhalte. Durch rastlose Arbeit, Beharrlichkeit und Idealismus war der Termin der Fertigstellung gekommen. Der damalige Vereinsgeschftsfhrer Johann Schmitz hatte mit umfangreichen, langfristigen organisatorischen Vorbereitungen die Voraussetzungen fr ein gutes Gelingen des Festes geschaffen. Als Termin war der 2. bis 4. August 1947 vorgesehen. Fr das Sportpublikum des Kreises Bergheim wurde ein Fuball-Leckerbissen serviert. Der 1. FC Schweinfurt 05 mit vielen bekannten Internationalen spielte gegen Rot-Wei Oberhausen unter Leitung des international bekannten Schiedsrichters Dr. Peco Bauwens,. Das Spiel endete 2:1. 12.000 zahlende Zuschauer hatte die Nordkampfbahn aufgenommen und die Platzeinweihung erhielt einen wrdigen Rahmen. Fr den geselligen Teil der Festivitt war an Hintzens Scheune ein Riesenzelt aufgebaut. Der Vorsitzende des Deutschen Fuballbundes, Dr. Peco Bauwens, sprach zu 2.000 Gsten. Knstler von Rundfunk, Bhne und Film sorgten fr Unterhaltung. Der bekannte Sportreporter Dr. Bernhard Ernst hatte mit einem Rundfunkwagen des NWDR die gesamte Veranstaltung aufgenommen und den Weihakt mit den sportlichen Hhepunkten in einer 20 Minuten Direktsendung im Sportfunk ber alle westdeutschen Sender bertragen. Bei der Einweihung gaben vom Fuball die Jugend, die 1. und 2. Seniorenmannschaft und vom Handball je eine Damen- und Herrenmannschaft Proben ihres Knnens.

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Am 24. August 1947 machte die Erftstolz-Familie mit 721 Teilnehmern einen Ausflug nach Bad Honnef. Ab Niederauem fuhr ein Sonderzug mit Musik nach Kln. Der Dampfer Bismarck, allein fr den Verein gemietet, trug die grn-weie Fahne des SV Erftstolz .

Zugunsten der Kriegsbeschdigten wurden die Sportvereine des Kreises Bergheim zu einem Opferspiel aufgerufen. Der SV Erftstolz spielte daher am 19. November 1947 gegen eine Knstlerelf vom Funkhaus Kln. Hier spielten u.a. Ren Deltgen, Willi Busse und Kurt Brumme in der Nordkampfbahn. Auf schneebedecktem Spielfeld endete das Spiel 3:3. Fr den guten Zweck kamen ber 5.000 Reichsmark zusammen.

Mit der Whrungsreform 1948 wurden dem Verein echte organisatorische Grundlagen gegeben. Mit einer Satzung und einer Geschftsordnung konnte die Eintragung im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bergheim als e.V. vorgenommen werden.

Die Whrungsumstellung hatte zur Folge, dass erst im Sptsommer 1949 der Mut fr eine groe Veranstaltung wieder da war. Am 11. September 1949 wurde in der Nordkampfbahn ein Fuball-Turnier durchgefhrt und anschlieend Musik du Tanz im Festzelt gefeiert. Eine groe Tombola, die vom Ministerprsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen genehmigt werden musste, hatte fr damalige Verhltnisse auergewhnliche Preise. Ein Motorrad, eine 3 Zentner schweres , lebendes Schwein und vieles andere lockte Besucher auch von auerhalb des Kreises Bergheim. Der Reinerls der Veranstaltung, 8.500 DM, diente den abschlieenden Arbeiten an der Nordkampfbahn. Im Sommer 1950 wurde uns von der RAG. ein neues Sportlerheim bergeben. (Zwischenzeitlich wird das Gebude als Wohnhaus genutzt).

Whrend zu Beginn des Jahrs 1947 noch 301 Mitglieder gezhlt wurden, machten sich Anfang der 50er Jahre die Folgen der freien Marktwirtschaft und des Wirtschaftswunders bemerkbar. Durch die nderung der Lebensgewohnheiten verlor der Verein eine groe Zahl seiner Inaktiven und Frderer.

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1947 spielt Erftstolz Elite gegen Rundfunkbhne Film 3:5 - mit Kamera Dr. Ernst vom NWDR Kln in einer Direktbertragung mit dem Vorsitzenden Scheuermann
Inhaltsbersicht

Einleitung

Teil 1: 1914 bis 1925

Teil 2: 1926 bis 1945

Teil 3: 1945 bis 1950

Teil 3a: 1947

Teil 4: 1950 bis 1970

Teil 5: nach 1970

Umsetzung Sven Janser Informatik Services