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Dienstag, 17. Oktober 2017



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Drei Fuballmannschaften der Sportabteilung Niederauem 1921-22.

Kaufverhandlungen fr ein Grundstck
Quellen: Festschrift 40 Jahre SV Erftstolz Niederauem, Auszge von Christian Weitz

Die Versammlung der Niederauemer Gemeinderte beschloss bereits am 26. Juni 1914 den Kauf eines Grundstckes neben dem Schtzenplatz. Die Bezeichnung des Grundstckes lautete: Aus dem Besitz Hambloch, Fischer Hof. Der Preis: 1.000 Mark pro ar. Der Grund: Anlegung eines Sport- und Spielplatzes.

Leider machte der Ausbruch des 1. Weltkrieges diesen schnen Plan zunichte und es kam nicht zum Kaufabschluss. Eine derart rtliche Untersttzung zu einer Zeit, da es noch keine staatliche Hilfe fr den Sport gab, war sehr selten. Der Fuballsport, der sich bis dahin nur in den Stdten entfaltete, hatte auch schon einige Freunde im Kreis Bergheim gefunden. Die breite ffentlichkeit stand der neuen Sportart , deren Werte fr die Leibesertchtigung nicht recht erkannt wurde, mit einer verstndnislosen, berwiegend sogar in einer ablehnenden Haltung gegenber. In Niederauem trugen die englischen Besatzungssoldaten nach dem ersten Weltkrieg mit dazu bei, die bis dahin hemmenden Vorurteile gegen den Fuball auszurumen.

Im Jahr 1920 kehrte der in englischer Gefangenschaft gewesene Schnieder-Schnieder, Schneidermeister Johann Schneider, aus Frankreich heim. Wie auch andere Niederauemer hatte er von den Englndern das Fuballspielen erlernt und war begeisterter Freund dieser Sportart geworden. Die ehemaligen Gefangenen htten nun hier auch gerne gespielt, aber dazu fehlte der notwendige Ball. Die Tommys, die als Besatzer im Saale Wintz Quartier genommen hatten, besaen Fublle in reichlicher Anzahl. So beschloss Johann Schneider, mit einigen unternehmungslustigen jungen Mnnern, durch die Grten und dann durch ein aufgebrochenes Fenster in das englische Quartier einzusteigen, um einen Fuball zu besorgen. Die jungen Einbrecher wurden von den Englndern erwischt und verdroschen. Das Unternehmen hatte trotzdem Erfolg, den besorgten Ball durften sie behalten. Damit war der Ansto zum ersten Fuballspiel in Niederauem mglich geworden. Rasch wuchs die Zahl der Fuballspieler und der Initiator Schneider konnte in Kln drei Fublle aus Militrbestnden zum Preis von 2 Mark je Stck erwerben. Es ist bewundernswert zu sehen, wie aus den primitivsten Anfngen und aus eigener Kraft heraus nun auch in Niederauem jene Fuballsport treibende Bewegung entstand, die im Laufe der Jahre die Herzen der Sportbegeisterten entdeckte.

Der Ball war 1920 ins Rollen gekommen, aber durch die schwierigen Umstnde der Nachkriegszeit war eine echte Vereinsbildung noch nicht mglich. Jedoch die Zahl der Fuballspieler und der Anhnger wuchs so schnell, dass der Gemeinderat in seiner Sitzung am 25. Juni 1920 das Thema Fuballplatz behandelte. Damit waren die Schwierigkeiten der Platzbeschaffung noch nicht behoben. Die bislang planlosen Fuballtreter pachteten einen Acker, hinter Siepens Feldscheune, an der Bergheimer Chaussee gelegen. So entstand eine Spielgemeinschaft, zusammen gefgt durch Bande der Freundschaft und der Kameradschaft. Auf diesem Platz kam es dann zu den ersten freundschaftlichen Begegnungen. Als der Pachtzins fr das Spielfeld fllig wurde zeigte sich recht deutlich, dass bei heller Begeisterung fr den neuen Sport und aller Freude am Spiel, es ohne organisierten Vereinskram nicht geht. Fr die mittellosen Fuballer sprang der damalige Ortsvorsteher Heinrich Kaulen in die Bresche und zahlte die Pacht. Aber der Acker wurde den Sportlern gekndigt und die Spielplatzfrage war zu der Zeit eine heikle Angelegenheit. So einfach auch der Beginn des Fuballspielens klingen mag, so schwierig waren dagegen in den Anfngen die Begleiterscheinungen, die zu berwinden es ein gertteltes Ma an Optimismus und Idealismus bedurfte. Mit viel Fantasie und Geschick mussten besonders die finanziellen Schwierigkeiten gelst werden. Johann Schweren und Johann Schneider waren die Hauptaktiven, die die Spieler aus der bisherigen Behelfsmigkeit zu einem organischen Aufbau fhrten. Noch nicht als Verein mit Verbandsanschluss, aber als Sportabteilung Niederaussem schlossen sich alle Fuballer zusammen. Der bungsplatz, der auf dem Bahndamm von der Reichsbahn nicht lange geduldet wurde, kam auf eine Wiese am Broichshof, dann hinter den Meulshof und schlielich wieder auf Reichsbahngelnde zwischen altem Bahnhof und neuem Bahndamm. Bis 1922 brachte es die Sportabteilung auf drei komplette Fuballmannschaften bei rund 1.000 Einwohner. Jede der Mannschaften trug andere Farben. Die in Blau-Wei spielende erste Mannschaft errang auf einem Turnier in Oberauem im Jahre 1922 nach 11 Kurzspielen von jeweils 10 Minuten, im Endspiel gegen Jugend Bergheim 07 den Kreispokal. Im gleichen Jahr veranstalteten Sportabteilung und Turnverein gemeinsam ein groes Sportfest mit viel auswrtiger Beteiligung. Es wurden leichtathletische Wettkmpfe und ein Fuballturnier ausgetragen. Der Veranstaltung ging ein groartiger Festzug voraus, an dem sich alle Sportler in ihrem bunten Dress beteiligten. Alle Teilnehmer waren unter sich durch lange bunte Bnder verbunden. Mit Musik zogen die Sportler durch den ganzen Ort. Alle Huser waren beflaggt, die Veranstaltung wurde zu einem wahren Volksfest. Noch Jahrzehnte spter leuchteten die Augen der Veteranen, wenn von der sportlichen Werbewirksamkeit dieses Festes die Rede ist.
Mit diesem Erfolg wurde die opponierende Haltung der ffentlichkeit und die noch sportfremde Einstellung manchen Elternhauses ausgerumt. Nur die Reichsbahn konnte sich mit den groen Teilnehmer- und Besucherzahlen nicht anfreunden. Die Frage nach einem bungsplatz wurde erneut akut. Am 27. Juni 1922 beriet der Gemeinderat ber den Antrag der Sportabteilung auf Zuweisung eines geeigneten Fuballplatzes. In seiner Sitzung am 31. August 1922 wurde ber Verhandlungen mit IG Farben Leverkusen, die in der Gemarkung groe Grundstcksflchen besaen, berichtet. Die in Frage kommenden Parzellen gingen dann auf die Gewerkschaft Garsdorf ber. Daraufhin beschloss der Gemeinderat am 18. September 1922 in der Sportplatzfrage mit diesem Unternehmen zu verhandeln. Leider blieben die Bemhungen erfolglos und der Gemeinderat konnte am 17. Januar 1923 feststellen, dass kein geeignetes Gelnde fr einen Fuballplatz verfgbar sei und der Sportabteilung nur die gemeindeeigene Kiesgrube als bungsplatz anzubieten bliebe. Der Spielbetrieb ging indessen auf dem Reichsbahngrundstck weiter. Wegen der fehlenden Verbandszugehrigkeit immer nur Freundschaftsspiele auszutragen konnte die Niederauemer Fuballer auf die Dauer auch nicht befriedigen. Whrend anfangs die Jngeren kaum die Regeln des Fuballspieles kannten, und den eigentlichen Wert des Spiels nicht verstanden, nahm nun selbst bei den Schlern das Spiel Gestalt an und bald standen alle Mannschaften so gut trainiert auf den Beinen, dass sie den Anschluss an einen Verband htten wagen knnen

Inhaltsbersicht

Einleitung

Teil 1: 1914 bis 1925

Teil 2: 1926 bis 1945

Teil 3: 1945 bis 1950

Teil 3a: 1947

Teil 4: 1950 bis 1970

Teil 5: nach 1970

Umsetzung Sven Janser Informatik Services